+++ Der Kampf um Gerechtigkeit wird konsequent weiter geführt +++ Verfassungsbeschwerde fristgerecht eingelegt +++ BGH-Urteil und Anhörungsrüge hier veröffentlicht +++

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

News

Einer der schnsten Tage meines Lebens

19.2.11 13:24
Es ist nicht so ganz einfach zu beschreiben, was gerade in mir vorgeht. Es ist 17.00 Uhr Ortszeit in Salt Lake City und ich bin gerade dabei, das Geschehen des heutigen Tages zu verarbeiten. In 6:51,62 Minuten bin ich heute morgen um 9.30 Uhr das viertschnellste 5.000-m-Rennen meiner Karriere gelaufen und habe damit mein erklrtes Saisonziel bereits erreicht. Ich habe mich fr die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft vom 10. bis 13. Mrz in Inzell qualifiziert.

Das Gefhl, mir selbst bewiesen zu haben, dass ich noch immer in der Lage bin, in der absoluten Weltspitze mitzumischen, erfllt mich mit einer inneren Zufriedenheit, wie ich sie selten in meinem Leben versprt habe. Denn es ist ja nicht nur so, dass ich mit meiner Zeit die B-Gruppe des Weltups gewonnen habe, mich somit fr die WM und auch fr das Weltcupfinale in Heerenveen qualifiziert habe. Meine Zeit war zugleich das drittbeste Ergebnis aller 32 Luferinnen, die an diesem Wochenende in SLC an den Start gegangen sind. Lediglich die Gold- und Silbermedaillengewinnerinnen der Olympischen Spiele von Vancouver, Martina Sablikova (herzlichen Glckwunsch zum neuen Weltrekord) und Stephanie Beckert waren schneller als ich. Das zeigt mir - und auch allen, die an meinem Comeback gezweifelt haben - dass es auch mit fast 39 Jahren mglich ist, Weltklasseleistungen zu bringen.

Das erfllt mich mich groem Stolz und unterstreicht, dass es sich immer lohnt, weiter zu kmpfen, selbst wenn einen andere schon lngst abgeschrieben haben. Ein solches Comeback wre natrlich niemals im Alleingang mglich gewesen, deshalb mchte ich mich hier einmal mehr bei allen bedanken, die mir in den vergangenen zwei harten Jahren geglaubt und vor allem auch an mich geglaubt haben. Dieser Dank gilt insbesondere an meinen Trainer Joachim Franke, meinen neuen Lebenspartner Matthias Groe, meinen Manager Ralf Grengel, den DESG-Prsidenten Gerd Heinze, Teamchef Helge Jasch, meinen Anwlten, den Dutzenden vom Medizinern, die sich mittlerweile fr mich eingesetzt haben und nicht zuletzt auch meiner Familie, meinen Freunden und allen Mutmachern, die mir immer wieder geschrieben und mich aufgebaut haben. Ganz herzlichen Dank fr die tolle Untersttzung, ohne die ich es niemals geschafft htte, auf diesem Leistungsniveau zurckzukehren.

Gerne werde ich nach meiner Rckkehr aus SLC mal wieder eine Auswahl der zahlreichen Mails, die mich heute erreicht haben, verffentlichen. Besonders gefreut habe ich mich auch ber den tollen Zuspruch aus Holland, der mir gezeigt, dass es bei unseren Nachbarn eine Menge Eisschnelllauffans gibt, die vllig klar im Kopf sind.

In diesem Zusammenhang ist es mir noch eine Herzensangelegenheit, zu betonen, dass ich mich auch bei dem Groteil der internationalen Eisschelllauf-Gemeinschaft fr den herzlichen Empfang bedanken mchte. Ganz gleich, ob Tschechen, Japaner, Russen, Norweger, Polen oder Amerikaner: Von frostiger Atmosphre mir gegenber war nichts zu spren. Im Gegenteil, ich habe mich von Beginn an in SLC wohlgefhlt. Schade, dass Teile der Medien versucht haben, aus den Anfeindungen, die mir lediglich aus einem niederlndischen Privatteam entgegengeschlagen sind, gleich einen eisigen internationalen Wind abzuleiten, der mir entgegengeschlagen sei. Das ist absoluter Bldsinn. Ich habe mehr denn je das Gefhl, dass die meisten ganz genau wissen, wie bel mir von der ISU mitgespielt wurde. Und deshalb kann sich jeder absolut sicher sein, dass mein Kampf erst dann vorbei ist, wenn ich vollstndig rehabilitiert bin.

Aus diesem Grund habe ich auch hier in den USA in Eigenregie Blutproben von mir entnehmen lassen, deren Ergebnisse ich verffentlichend werde. Und in diesem Zusammenhang mchte ich einen letzten Dank loswerden. Und zwar an die US-amerikanische Eisschnelllauflegende Eric Heiden (5x Olympiasieger). Heiden arbeitet heute als Mediziner und hat die Blutentnahme in einem Hospital, nahe der Wettkampfhalle, bestens organisiert. Auch nach dem morgigen Rennen ber 1.500 Meter werde ich dort noch einmal vorstellig werden. Wer wei, vielleicht ja sogar mit einem zweiten WM-Ticket in der Tasche...

in diesem Sinne,
bleibt mir gewogen,
Eure Claudia

Zurück zur Übersicht