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Wie von allen Hmatologen prophezeit: Meine Retikulozytenwerte schwanken weiter

2.3.11 14:29
Heute mchte ich einer Ankndigung nachkommen, die ich in den vergangenen Wochen und Monaten hufiger gemacht habe: Unter dem Link Meine Retiwerte (siehe auf der Startseite des Menpunktes News) habe ich die Retikulozytenwerte meiner Blutkontrollen aus dem Zeitraum von Oktober 2007 bis einschlielich Februar 2011 verffentlicht.

Den Startpunkt der insgesamt 56 Werte habe ich auf den Beginn des Anklagezeitraums gelegt, der im Verfahren der ISU gegen mich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verhandelt wurde. Der vorerst letzte Wert stammt von vorgestern, Montag, 28. Februar 2011, jenem Tag, als mich die ISU-Kontrolleure morgens um 6:14 Uhr zur Ader lieen. Da ich, wann immer es mglich ist, an jenen Tagen, an denen ich von der ISU kontrolliert werde, auch eigene Blutproben entnehmen und durchmessen lassen mchte, bin ich am Mittag auch ins Berliner Labor 28 gefahren, um mir dort Blut abnehmen zu lassen.

In der Vergangenheit sind bei meinen Blutproben immer dann deutliche Ergebnisunterschiede bei den Retis aufgetreten, wenn die Proben parallel auf den verschiedenen Gertetypen Advia (wird von der ISU genutzt) und Sysmex (wird vom IOC und mittlerweile auch von der NADA bevorzugt) untersucht wurden. Aus diesem Grund habe ich vorgestern erneut eine zweifache Messung in Auftrag gegeben. Und wieder einmal war die Abweichung erheblich: 1,8 Prozent (Advia) zu 1,2 (Sysmex).
An dieser Stelle mchte ich verdeutlichen, dass Deutschlands fhrender Labormediziner, Prof. Lothar Thomas, auch fr dieses Phnomen mittlerweile eine Erklrung gefunden hat: Da bei Frau Pechstein ein Membrandefekt der roten Blutzellen vorliegt, sind schwankende Werte zu erwarten in Abhngigkeit mit welchem Hmatologieanalysator (Sysmex oder Advia) gemessen wird und wie die Empfindlichkeitsschwelle des einzelnen Gertes eingestellt ist. Bei Normalpersonen spielen Gert und Empfindlichkeitsschwelle keine Rolle, wohl aber bei membrangeschdigten Zellen. Hier ist nach eigenen Erfahrungen ein bis zu 30 Prozent flschlich erhhter Retikulozytenanteil zu erwarten.

Um zu verdeutlichen, wie schwierig es ist, bei meinen Blutproben verlssliche Retiwerte zu ermitteln, habe ich auch die beiden Messprotokolle (Advia und Sysmex) verffentlicht. Ein weiteres Beispiel fr den komplexen Sachverhalt liefert das Messprotokoll aus den USA, das whrend des Weltcups in Salt Lake City, am Abend nach dem 5.000 Meter Rennen erstellt wurde. Im IM-Hospital, an das mich der fnfmalige Eisschnelllauf-Olympiasieger von Lake Placid und heutige Mediziner Eric Heiden vermittelt hat, wird mit einem Messgert gearbeitet, das noch einmal von einem anderen Hersteller stammt. Der Automat von Beckman Coulter hat bei den Retis (hnlich wie Sysmex) einen Referenzbereich von 0,5 bis 1,5 Prozent. Somit wird mein Retiwert von Salt Lake auf dem Protokoll auch mit einem h (high) fr erhht gekennzeichnet. Welchen Wert die ISU am gleichen Tag mit ihrer Advia-Messung ermittelt hat, wurde mir wie immer (im Zeitraum vor und nach der Sperre) nicht mitgeteilt, sodass die beiden Werte Beckman Coulter / Advia leider nicht ins Verhltnis gesetzt werden knnen.

Wie dem auch sei: Die insgesamt 56 Retiwerte seit Oktober 2007 zeigen deutlich die typischen Schwankungen der Blutanomalie, die fhrende europische Hmatologen bei mir diagnostiziert haben.

Selbstverstndlich werde ich die Tabelle mit meinen Retiwerten nach weiteren Tests in den kommenden Monaten weiter aktualisieren, damit sich jedermann ein Bild davon machen kann, dass sich auch zuknftig an den Schwankungen nichts ndern wird.

Aus diesem Grund beharre ich auch darauf, dass ich eben genau fr diese Schwankungen eine Ausnahmegenehmigung der ISU erhalte, damit ich nie wieder ungerechtfertigt gesperrt werden kann. Sollte mir der Weltverband trotz der offenliegenden Ergebnisse und der klaren Diagnose der Hmatologen eine solche Ausnahmegenehmigung verweigern, werde ich erneut den Weg zum CAS anstreben, um sie mir dort gerichtlich zu erstreiten.

In diesem Sinne,
bleibt mir gewogen
Eure Claudia

brigens. Selbstverstndlich waren allen meine Proben wie immer frei von verbotenen Substanzen und sowohl die Hmatokrit- als auch die Hmoglobinwerte stets im normalen Bereich...

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