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Von der heien Saisonphase und journalistischen Glanzleistungen

1.3.12 18:22
Die Saison geht in ihre entscheidende Phase. Noch zwei Weltcup-Wochenenden und dann steht mit der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft bereits der Hhepunkt des Winters auf dem Programm. Bislang kann ich mit dem Saisonverlauf mehr als zufrieden sein. Obwohl ich beim jngsten Weltcup in Hamar wegen meiner Brustwirbelblockade nicht an den Start gehen konnte, liege ich ber die langen Kanten (3.000/5.000 m) auf Platz 2 des Gesamtweltcups hinter meiner alles berragenden Freundin Martina Sablikova. Insgesamt viermal konnte ich bei Weltcups aufs Podium laufen und bei der EM habe ich mich und mein Team mit der Silbermedaille belohnt.

Ich hoffe, dass ich bei den letzten beiden Weltcups (ab morgen in Heerenveen und nchste Woche in Berlin) sowie bei der WM in drei Wochen (erneut in Heerenveen) meine gute Verfassung der ersten Saisonhlfte besttigen kann und noch das eine oder andere Mal vom Podium winken darf. Eine Medaille bei der WM wre die Krnung einer Saison, die einmal mehr von zahlreichen Strfeuern geprgt war.

Dass meine Polizeikollegen ausgerechnet an meinem 40. Geburtstag mein Grundstck in Diensdorf durchsucht haben, hat mich dabei noch am wenigsten tangiert. Als Polizeibeamtin untersttze ich selbstverstndlich alle Manahmen die zur Aufklrung des Verdachtes von Straftaten fhren. Auch dann, wenn die Manahmen, so wie diese auf meinem Grundstck, ergebnislos bleiben. Da ich dort auch schon lngere Zeit nicht mehr wohne, habe ich von der Durchsuchung nur aus der Presse erfahren. Womit wir schon beim nchsten Thema wren.

Ich habe ja in meiner Karriere so manche Presseanfrage bekommen und auch so manches Interview gegeben. Dass mir sogenannte Journalisten jetzt allerdings schon vor der eigenen Haustr auflauern, mit laufender Kamera wie Wegelagerer aus der Deckung auf mich zugestrmt kommen und mich in meinem privaten Umfeld zu Stellungnahmen ntigen mchten, hat mir dann doch eine neue, erschreckende Art der journalistischen Arbeit vor Augen gefhrt. Bei solchen Typen wie denen von Spiegel TV hat man echt das Gefhl, die schtzen die Pressefreiheit hher ein als das menschliche Grundrecht auf Privatsphre. Da kriege ich echt das kalte Grausen.

hnlich geht es mir, wenn ich mir anschaue, wie fahrlssig die ARD-Sportschau und allen voran der verantwortliche Redakteur Hajo Seppelt der ffentlichkeit vorgegaukelt haben, am Olympiasttzpunkt in Erfurt htte der dortige OSP-Arzt Andreas Franke jahrelang eine verbotene Behandlungsmethode praktiziert und so dafr gesorgt, dass sich dort zahlreiche Sportler des Blutdopings schuldig gemacht htten.

Selbstverstndlich hat Hajo Seppelt, bei dem ich das Gefhl nicht loswerde, er fhrt einen persnlichen Vernichtungskrieg gegen mich, im Zusammenhang mit dieser journalistischen Glanzleistung auch meinen Namen erwhnt. Schon war der Aufschrei in Deutschland riesengro. Kaum ein Medium, das nicht darber berichtete, dass es neue Vorwrfe gegen mich gbe. Aber ganz abgesehen davon, dass ich mich von Seppelt durch diese Berichterstattung vorstzlich denunziert fhle, hat der angebliche Anti-Doping-Experte der ARD auch nicht wahrheitsgem berichtet.

Denn ich habe in meiner gesamten Karriere nicht ein einziges Mal gedopt also auch kein Blutdoping praktiziert. Von daher hatte ich in einer ersten Reaktion nach dem Sportschaubeitrag vom 29. Januar 2012 angekndigt, gegen Seppelt Strafanzeige erstatten zu wollen. Mein Anwalt hat mir allerdings relativ deutlich zu verstehen gegeben, dass man in Deutschland kaum einen Staatsanwalt finden wrde (wegen Angst vor schlechter Presse? ;-)), der gegen Journalisten wegen falscher Berichterstattung ein Strafverfahren erffnen wird. Stattdessen hatte er mir empfohlen, eine gerichtliche Unterlassung gegen den WDR zu erwirken, um so die falsche Berichterstattung verbieten zu lassen. Kurz vor Einreichung der entsprechenden Unterlagen durfte ich nun aber feststellen, dass jemand anderes etwas schneller war als ich. Dr. Franke selbst hat beim Landgericht in Kln eine Einstweilige Verfgung erwirkt. Demnach ist dem WDR ab sofort untersagt, zu behaupten, Herr Franke habe verbotene Blutbehandlungen durchgefhrt, die bis 2005 zurckreichen und 28 Athleten betreffen.

Typisch fr die Medienlandschaft in Deutschland ist es allerdings, dass diese Meldung nicht mehr als eine Randnotiz ist im Vergleich zu dem angeblichen Skandal, den die falsche Berichterstattung von Seppelt verursacht hat. Um dieses Ungleichgewicht wenigstens einmal korrigieren zu knnen, behalte ich mir ausdrcklich eine Schadensersatzklage gegen den WDR/Seppelt vor.

Und eines ist auch klar: Die Sportschau bekommt erst dann wieder ein Interview von mir, wenn es eine ffentliche Entschuldigung gegeben hat.

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen. Und habt Verstndnis dafr, wenn Ihr nach den Rennen, die von der ARD bertragen werden, bis auf Weiteres auf eine Stellungnahme von mir verzichten msst.

Beste Gre,
Eure Claudia

PS: Auf diesem Weg nochmals ganz herzlichen Dank an die vielen, vielen Gratulanten, die mir fr mein 41. Lebensjahr via Mail oder Facebook alles Gute gewnscht haben ;-)

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