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Dopingkampf 2012: Zwei Kontrollen innerhalb von vier Stunden - und ein Gutachter, der ein Verbot suchen soll...

21.3.12 18:43
Heute hat sich die NADA gleich zweimal in Szene gesetzt. Morgens um sechs Uhr haben mich deren Kontrolleure aus dem Schlaf gerissen, um Blut- und Urinproben von mir zu nehmen. Vier Stunden spter musste ich bei der ISU zur Blutkontrolle. Es gibt sicherlich angenehmeres, als sich einen Tag vor dem WM-Start zweimal innerhalb von vier Stunden eine Nadel in die Vene stecken und Blut abzapfen zu lassen. Es spricht Bnde, dass ausgerechnet die deutschen Kontrolleure am Vortag einer WM in aller Herrgottsfrhe einen deutschen Athleten aus dem Bett holen. Das Beste daran ist, dass sie extra fr mich gekommen sind und keinen anderen deutschen Athleten getestet haben. Es ist schon erstaunlich, welche Wertschtzung ich geniee. Fr mich ist es nicht zu verstehen, warum es nicht mglich ist, dass sich NADA und ISU im Vorfeld abstimmen. Die NADA htte sich doch die Testergebnisse von der ISU besorgen knnen, anstatt den ohnehin stark strapazierten Finanzetat nur meinetwegen zustzlich zu belasten und ich htte weniger bluten mssen. Aber wie heit es so schn: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Whrend die NADA-Labore jetzt zum x-ten Mal feststellen werden, dass ich sauber bin, hat sich die Politik ebenfalls heute (gemeinsam mit der NADA) mit der so genannten Causa Erfurt beschftigt. Im Sportausschuss des Bundestages wurde darber diskutiert, seit wann die in Erfurt am OSP vom OSP-Mediziner Dr. Franke praktizierte UV-Blutbehandlung im Sport verboten ist. Einige Experten und Medien wollen ja schon seit Wochen glauben machen, dass es ein solches Verbot quasi schon immer gegeben habe. Nun hat die NADA ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit Hilfe dessen geklrt werden soll, ob ein Verbot tatschlich bereits vor 2011 vorlegen hat.

Ich frage mich: Wozu braucht man ein Gutachten, wenn das Verbot angeblich so eindeutig ist? Die ganzen Schlaumeier, die jetzt sagen, die UV-Behandlung sei schon immer verboten gewesen, sollen doch einfach die Stelle im WADA-Code zeigen, wo das vor 2011 stand. Das kann doch nicht so schwierig sein. Schlielich sollen die Sportler sich doch nach dem Code richten, ihn achten und akzeptieren. Wieso also bentigt man jetzt einen Gutachter, um das Verbot zu finden? Wenn es nicht so traurig wre, dann knnte man fast darber lachen.

Passend dazu gibt es dann natrlich einige Journalisten, die fordern, man solle am besten gleich alle 30 Sportler sperren, die angeblich eine oder mehre UV-Blutbehandlungen erhalten haben ganz gleich ob die Behandlung zum Zwecke der Infektabwehr erfolgte oder nicht. Schlielich sei die Rechtslage doch eindeutig! So wird in Deutschland Meinung gemacht. Nur gut, dass mir das in diesem Fall nicht passieren kann.

Ich bin in den vergangenen Wochen hufiger gefragt worden, ob auch ich Patient von Herrn Dr. Franke war? Ich sehe nicht die geringste Veranlassung, mich dazu zu uern. Gegen mich wird weder von der Staatsanwaltschaft noch von der NADA ermittelt. Ich musste bereits im Verfahren wegen meiner erhhten Retikulozytenwerte mein Innerstes offenlegen und meine Blutwerte prsentieren. Mehr noch, um das Fehlurteil gegen mich deutlich zu machen, musste ich sogar meine Eltern und Geschwister zur Blutabnahme bitten. Es gab keinen einzigen Beweis gegen mich, trotzdem war dieser riesige Aufwand ntig, um zu beweisen, dass mir die erhhten Retiwerte von meinem Vater vererbt worden sind. Jetzt verlangen einige Journalisten sogar, ich solle bitte schn meine Arztbesuche offen legen. Mit welchem Recht? Auch ich habe eine Privatsphre und die werde ich schtzen.

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen,
Eure Claudia

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