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Saisonvorbereitung zwischen leerer Lohntte und den Folgen aus schlampiger Sportschau-Berichterstattung von Hajo Seppelt

9.11.12 09:10
Heute geht es wieder los, die Wettkampf-Saison beginnt. Da ist es mehr als an der Zeit, dass ich mich hier mal wieder zu Wort melde. Sorry, dass Ihr darauf so lange warten musstet, aber die vergangenen Wochen und Monate waren einmal mehr sehr turbulent, sodass wenig Zeit frs Schreiben geblieben ist.

Vor dem Beginn der Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften ist es wie jedes Jahr: Man fragt sich, wie man drauf ist, welche Leistung man bringen kann, ob sich die Schinderei im Sommer tatschlich gelohnt hat? Mir hat die Vorbereitungsphase diesmal mehr abverlangt, als es frderlich sein kann. Seit 19 Monaten habe ich keinen Cent Gehalt gesehen, muss sogar meine Krankenversicherung selbst bezahlen. Dieser Sonderurlaub unter Wegfall der Bezge war fr mich die einzige Chance, meine Karriere fortzusetzen, da ich nach Ablauf meiner Unrechtssperre nicht wieder in die Sportfrdergruppe der Bundespolizei aufgenommen wurde. Wenn man bessere Leistungen als die meisten seiner jngeren Kollegen aus der Sportfrdergruppe bringt, aber als Einziger am Ende mit einer leeren Lohntte dasteht, dann ist dies schwer zu akzeptieren und Grund dafr, dass man sich beim Training unglaublichen Gefhlsschwankungen ausgesetzt sieht. So gibt es Tage, da staune ich selbst, wie ich das alles wegstecke, es gibt aber auch Tage, an denen meine Trainingskollegen erschrocken mit ansehen mssen, wie ich nach nur wenigen Trainingsrunden unter Trnen die Bahn verlasse ...

Hinzu kam natrlich auch, dass ich mich ber den Sommer hinweg mit den Folgen der schlampigen und stmperhaften Berichterstattung des angeblichen Anti-Doping-Experten der ARD, Hajo Seppelt, auseinander setzen musste. Dieser hatte in der Sportschau meinen Namen mit einer UV-Blutbehandlungsmethode am Erfurter Olympiasttzpunkt in Verbindung gebracht, die bis ins Jahr 2005 zurckreichen und angeblich so Seppelt schon damals verboten gewesen sein soll. Schon begann der Albtraum auf ein Neues: Dopingschlagzeilen mit meinem Namen, schiefe Blicke von der Seite und geplatzte Sponsorenvertrge. Und das alles obwohl ich die ARD auf Nachfrage im Vorfeld des Sportschauberichtes Folgendes wissen lie:

Ich mchte einmal mehr betonen, dass ich whrend meiner gesamten Karriere niemals gedopt, niemals zu unerlaubten Mitteln oder Methoden gegriffen habe. Ich bitte darum, dies anlsslich einer etwaigen Berichterstattung zu bercksichtigen und alles zu vermeiden, einen anderen Eindruck zu erwecken.

Seppelt und seine Sportschau-Mitstreiter behielten mein Statement nicht nur fr sich, sondern taten das genaue Gegenteil von dem, worum ich sie gebeten hatte. Das Getse war gro, dass Skandalgeschrei noch grer sogar vom mglicherweise grten Dopingskandal in der Geschichte Deutschlands war die Rede. Das war Ende Januar, Anfang Februar dieses Jahres. Was ist von diesem angeblichen Skandal ein Dreivierteljahr spter geblieben? Ein paar kleine Meldungen ber die Tatsache, dass das Deutsche Schiedsgericht (DIS) mittlerweile Folgendes entschieden hat: Die in Erfurt praktizierte UV-Behandlung von Blut stellt vor dem 1. Januar 2011 keinen Dopingversto dar. So hat es die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am vergangenen Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Dies ist wieder typisch: Das Skandalgetse ist riesig, wenn es nur nach Doping riecht, die Entlastung von Dopingverdchtigungen oder Freisprche sind kaum eine Schlagzeile wert. So funktioniert unsere tolle Medienwelt, das ist echt gruselig!

Ich knnte und werde zu diesem Thema noch viel mehr schreiben. Aber jetzt gilt meine Konzentration zunchst dem Saisonauftakt. Die Deutschen Meisterschaften bis Sonntag in Berlin sind ein guter Gradmesser fr die eigene Form und natrlich mchte ich auf meiner Heimatbahn auch einen Titel gewinnen ...

Schaut doch vorbei und drckt mir die Daumen: Los gehts heute um 17.30 Uhr, Samstag ab 12.00 und Sonntag ab 10.00 Uhr im Sportforum Hohenschnhausen.

Ab sofort lohnt es sich auch wieder, hier regelmig vorbeizuschauen. Denn ich werde nicht nur von meinen Wettkmpfen berichten, sondern verspreche auch sehr interessante Lektre, die deutlich macht, wie sauber sogenannte investigative Journalisten wie Hajo Seppelt berichten, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Und keine Sorge: Ich werde nicht noch einmal die grte Doping-Ente aus Seppelts Vita (er behauptete vor Jahren flschlicherweise deutsche Skilanglufer und Biathleten wren Kunden einer Wiener Blutbank gewesen) auspacken, sondern echte Stockfehler in seiner Recherche zur Causa Erfurt offen legen. Anschlieend wird jeder umso mehr verstehen, warum ich die ARD auf Schadensersatz verklagen werde und die ARD-Sportschaureporter so lange kein Interview mehr von mir bekommen, bis ich eine Entschuldigung gehrt habe. Es lohnt sich also gleich in mehrfacher Hinsicht, in den kommenden Tagen und Wochen immer mal wieder meine News zu lesen.

Bis dahin, bleibt mir gewogen,
Eure Claudi

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