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Vor 21 Jahren: Mit einem Sturz bei der EM begann mein Olympiaglck

10.1.13 12:07
Nach meiner gestrigen Ankunft in Heerenveen bin ich gleich aufs Eis, um in einer ersten Trainingseinheit ein Gefhl fr jenes Oval zu bekommen, auf dem am kommenden Wochenende die ersten Medaillen des Jahres 2013 vergeben werden. 21 Jahre ist es her, als ich das erste Mal an einer Mehrkampf-EM teilgenommen habe. brigens auch in Heerenveen. Damals kam ich auf Anhieb ins Finale, strzte aber ber 5.000 Meter und htte dadurch fast meine erste Olympiateilnahme einen Monat spter in Albertville verpatzt. Zum Glck habe ich mich aufgerappelt und ins Ziel gekmpft. Zur Belohnung wurde ich trotzdem nominiert und konnte so ber 5.000 Meter in Frankreich ber meine erste Olympiamedaille jubeln.

Es ist schon verrckt, welche lange Karriere ich auf Kufen mittlerweile zurckgelegt habe. Drei meiner grten Konkurrentinnen im Kampf um einen Podestplatz bei der diesjhrigen EM, Linda de Vries, Martina Sablikova und Ireen Wst, waren damals gerade 4, 5, und 6 Jahre alt. Das muss ich mir manchmal selbst staunend vor Augen fhren, um es zu begreifen.

Ich konnte seitdem elf EM-Medaillen gewinnen und wrde diesmal natrlich gerne das Dutzend voll machen. Aber da haben die andern und zwar nicht nur die eben erwhnten drei bekanntlich auch noch ein Wrtchen mitzureden.

Fr eine Langstreckenspezialistin wie mich ist es ganz normal, dass man gute Chancen hat, wenn man die 500 Meter zum Auftakt sehr gut luft. Aber 500 Meter sind von den 10 000 Metern, die wir insgesamt absolvieren mssen, nur ein sehr kleiner Teil. Die anderen Strecken mssen auch gut sein. Man darf sich nicht zu sehr auf das erste Rennen, den Sprint konzentrieren.

Das Schne ist, das man Jahr fr Jahr aufs Neue angespannt und nervs ist. Das hlt jung. Oft werde ich gefragt, ob meine Routine nicht ein Vorteil wre? Aber damit kann ich wenig anfangen. Erfahrung hin oder her jeder neue Wettkampf ist eine spannenden Sache. Es sind auch immer wieder neue Leute am Start. Vor allem dann, wenn man wie ich nun mittlerweile seit rund zwei Jahrzehnten dabei ist. Mal gucken, wie es diesmal wird. Ich freue mich darauf und habe nichts zu verlieren, denn ich habe schon alle Medaillenfarben im Schrank. Das ist erstmal der Fakt an sich. Wichtig ist fr mich, die bestmgliche Leistung abzurufen, alles andere kann ich nicht beeinflussen.

In diesem Sinne, drckt mir die Daumen und bleibt mir gewogen,
Eure Claudia

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