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5 Kontrollen innerhalb von 8 Tagen: Schluss mit der Jagd auf mich - ich verlange Gleichbehandlung im Anti-Dopingkampf

5.3.13 14:32
Es ist an der Zeit, endlich auch mal auf meiner Webseite zu schreiben. Ich wei natrlich, dass viele von Euch mittlerweile regelmig auf meinem Facebook-Account zu Gast sind, um sich ber Neuigkeiten zu informieren. Dennoch sollte ich mich auch hier ab und an zu Wort melden. Vor allem dann, wenn die Situation um meinen Kampf gegen die ISU bzgl. meiner Rehabilitierung solch absurde Zge annimmt, wie es derzeit der Fall ist. Denn momentan werde ich einmal mehr regelrecht gejagt, wahrscheinlich als Strafe dafr, dass ich es gewagt habe, eine Schadensersatzklage einzureichen. Zumindest empfinde es so, wenn ich am 26.02., 28.02., 01.03., 04.03. und auch heute frh also am 05.03.2013 von Dopingkontrolleuren aufgesucht werde und mir entweder Blut abgezapft wird oder ich unter Beobachtung urinieren muss. Fnf Kontrollen innerhalb von acht Tagen sind weltweit sicherlich einmalig. bermorgen, einen Tag vor dem Weltcupfinale in Heerenveen folgt die nchste. Seit meinem Comeback nach Ablauf der Unrechtssperre gegen mich sind es dann 105 Kontrollen, davon 86 unangemeldete Trainingskontrollen! Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es weltweit noch einen zweiten Athleten gibt, um den in einem vergleichbaren Zeitraum ein hnlich dichtes Kontrollnetz gelegt wurde.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin auch bereit, mich jeden Tag und wenn es sein muss, auch zweimal tglich testen zu lassen, aber dann sollte dieser an mir angelegte Mastab auch fr alle anderen Sportler gelten. Nur dann und das ist eben auch eine Wahrheit, die kein Dopingjger hren und vor allem erst recht niemand aussprechen will wenn alle Sportler, egal welcher Sportart, gleich behandelt werden, kann dieser Kampf berhaupt nur Sinn machen und nur dann sind auch Erfolge mglich!

Aus diesem Grund wird mein Anwalt Dr. Christian Krhe die WADA schriftlich ber die Ungleichbehandlung innerhalb der ISU informieren: Dass Claudia Pechstein seit Ablauf ihrer Sperre in zwei Jahren mehr als 100 Mal getestet wurde, ist ein schwerer Missbrauch der Befugnis der zustndigen Anti-Doping-Organisationen. Denn unter dem Strich steht eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung der Athleten innerhalb eines Sportverbandes. Dies ist mit dem WADA-Code nicht zu vereinbaren und in hchstem Mae unfair.

Damit spricht Herr Dr. Krhe mir aus der Seele. Denn wie verhlt sich das z. B. mit der so wichtigen Regenerationsphase von Spitzensportlern, wenn der eine nach einem harten Wettkampfwochenende am nchsten Morgen frh um 6.10 Uhr geweckt wird und der andere ausschlafen kann? Und wo bleibt die berhmte Gleichbehandlung und Chancengleichheit, wenn sich dieses Spielchen am folgenden Morgen gleich noch einmal wiederholt? Oder wenn man am Abend vor einem wichtigen Wettkampf um 21.55 Uhr aus dem Schlaf gerissen wird, whrend andere ungestrt regenerieren knnen?

Ich fr meinen Teil bin bereits einmal vorstzlich betrogen worden und ohne einen Beweis um alles was ich mir hart ber Jahrzehnte erarbeitet habe gebracht worden. Ich habe zwischenzeitlich unumstliche wissenschaftliche Beweise fr meine Unschuld vorgelegt. Dass die Herren Funktionrsbosse den Kampf gegen mich moralisch lngst verloren haben und ihnen nun mglicherweise auch noch eine Niederlage vor einem Zivilgericht droht, lsst sie wohl berreagieren. Die Leidtragende bin einmal mehr ich.

Mehr als 460 Kontrollen in meiner Karriere, davon 105 seit Februar 2009 und fnf in den letzten acht Tagen! Hunderte von Spritzen in meine Arterien, hunderte Mal urinieren vor den Augen fremder Frauen. Und das alles whrend andere Spitzenathleten gerade mal zwei oder dreimal im Jahr kontrolliert werden. Das ist absurd und pervers. Ich bin nicht mehr bereit, diese willkrliche Schikane widerspruchslos hinzunehmen.

Ich werde, sollte es so weiter gehen, dieser Art von Kontrollen nicht mehr zur Verfgung stehen. Denn es kann nur der Grundsatz gelten, dass alle Sportler gleichermaen durch ein kluges System kontrolliert werden. Es ist nicht zu akzeptieren, dass einer unverhltnismig mehr ertragen muss als andere. Ich fordere: Schluss damit!

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich weiter bei Funktionren der ISU, NADA und des deutschen Sports unbeliebt mache, aber Sportlerinnen und Sportler sind in erster Linie immer noch Menschen und haben auch verfassungsgeme Grundrechte. Das Grundrecht auf Gleichbehandlung drfte hiervon nicht ausgenommen sein. Es wird aber nachweislich in zahlreichen Fllen im Dopingkampf missachtet. Dies steht in einem krassen Widerspruch zu den Grundstzen von Fair Play und gegenseitiger Achtung, also im Widerspruch zum Grundsatz der Olympischen Idee!

Und mag es auch ein Kampf gegen Windmhlen sein, ich werde diese Ungleichbehandlung auch zuknftig ffentlich anprangern, denn diese Vorgehensweise widerspricht meinem Gerechtigkeitssinn. Und ich bin mir sicher, nicht nur meinem!

Eure weiter kmpfende und niemals aufgebende
Claudi

PS: In diesem Sinne: Bleibt mir gewogen

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