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Hajo Seppelt und Co. sind k.o. Causa Erfurt war nicht mehr als heie Luft!

22.7.13 19:40
Es ist Montagabend, der Tag ist mehr oder weniger rum. Ich habe mein Pensum absolviert, mit meinen Trainingskollegen der DESG gequatscht, meine Mahlzeiten zu mir genommen und zwischen den Trainingseinheiten regeneriert, mich massieren lassen. Und ich habe kein einziges Interview gegeben oder auch nur eine Anfrage bekommen. Eigentlich ein Tag wie jeder andere im Sommertrainingslager eines Wintersportlers. Eigentlich.

Denn heute ist eine sportrechtliche Grundsatzentscheidung in einer Sache gefallen, die mein Leben wochen-, ja monatelang extrem beeinflusst und in deren Zusammenhang ich vor allem Anfang 2012 nicht nur unzhlige Presseanfragen bekommen habe, sondern auch ffentlich einmal mehr denunziert und des Blutdopings beschuldigt wurde.

Seit heute Vormittag ist klar, dass die Anschuldigungen in der sogenannten Causa Erfurt nichts als heie Luft waren und der Urheber der damaligen Sportschau-Berichterstattung, Hajo Seppelt, einfach mal die Unwahrheit sagte, als er behauptete, selbst 50 ml Blut seien von dem Verbot erfasst, mit dem die WADA seit 2005 die Infusion jedweder Flssigkeiten untersagt.

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) stellte dazu heute fest, dass es sich bei der in Erfurt angewandten Methode (Abnahme von 50 ml Blut, zehnmintige Bestrahlung des Blutes mit UV-Licht und Rckfhrung in die Blutbahn) erstens nicht um eine Infusion, sondern um eine (Re-)Injektion gehandelt hat. Und zweitens machte der CAS deutlich, dass es keinen Beweis dafr gibt, dass mit dieser Methode der Sauerstofftransfer im Blut und somit die Leistungsfhigkeit gesteigert werden kann. Letzteres war aber unbedingte Voraussetzung, um berhaupt von Doping sprechen zu knnen. Erst seit 2011 ist jedwede Entnahme und Rckfhrung von Blut verboten, ganz gleich, ob z.B. durch eine UV-Bestrahlung von 50 ml Blut eine Leistungssteigerung erwirkt werden kann oder nicht.

Dies alles zu erkennen, wre wirklich relativ einfach gewesen, war der betreffende Verbotsparagraph doch mit der berschrift Erhhung des Sauerstofftransfers bertitelt. Auch hier gilt, wie berall im Leben: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Seppelt wollte aber partout nicht wahrhaben, was dort schwarz auf wei geschrieben stand. Stattdessen machte er den Fall Erfurt lieber zu eine Mixtur aus Vertuschung, berforderung und Fehleinschtzung, der sich zu einem sportpolitischen Skandal ausweiten knnte. Und da sich ein solcher Skandal natrlich viel besser heraufbeschwren lsst, wenn darin auch prominente Namen verwickelt sind, lie er in seiner Sportschau-Berichterstattung auch meinen Namen nicht unerwhnt. Als ich im Vorfeld der Sportschausendung um eine Stellungnahme gebeten wurde, schickte ich folgende Antwort per Mail:

Wie ja bereits bekannt ist, bin ich weder Betroffene der staatsanwaltlichen Ermittlungen noch der daraus resultierenden Verfahren der NADA. Von daher bitte ich um Verstndnis, dass ich mich im Rahmen von Verfahren, die sich zum Teil gegen eine meiner Teamkolleginnen richten, nicht uern werde. Darber hinaus mchte ich einmal mehr betonen, dass ich whrend meiner gesamten Karriere niemals gedopt, niemals zu unerlaubten Mitteln oder Methoden gegriffen habe. Ich bitte darum, dies anlsslich einer etwaigen Berichterstattung zu bercksichtigen und alles zu vermeiden, einen anderen Eindruck zu erwecken.

Diese Bitte wurde leider nicht erhrt. Der anschlieende Aufschrei war dementsprechend gro. Pechstein erneut unter Dopingverdacht oder Neue Anschuldigungen gegen Pechstein sind nur zwei Beispiel von berschriften, mit denen mein Name dank Seppelt ffentlich beschmutzt wurde. Fast so, als htte niemand aus den falschen Anschuldigungen anno 2009 gegen mich gelernt. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass all die, die damals keinen Beweis gegen mich gefunden hatten, danach lechzten, mich nun endlich zur Strecke bringen zu knnen.

Sptestens mit dem heutigen CAS-Spruch, mit dem brigens ein nicht genannter Rad-Sportler in der Causa Erfurt frei gesprochen wurde, haben sich diese Hoffnungen zerschlagen. Es ist wie es ist und wird sich auch niemals ndern: Ich habe whrend meiner gesamten Karriere niemals gedopt, niemals zu unerlaubten Mitteln oder verbotenen Methoden gegriffen!

Normalerweise msste mir jetzt die eine oder andere Entschuldigung ins Haus flattern. Allen voran eine von Hajo Seppelt und seinen Sportschaukollegen. Doch eher gewinne ich bei Olympia wohl meine Olympiamedaillen zehn bis zwlf als dass Seppelt und Co. einen Fehler einrumen...

brigens, um noch einmal auf den Beginn dieses Textes zurckzukommen: Heute hat tatschlich kein einziger Journalist bei mir nachfragt, was ich denn davon halte, dass die Vorwrfe gegen mich haltlos waren...

In diesem Sinne,
bleibt mir gewogen,

Eure Claudia

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