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Wusste die ganze Zeit, dass ich noch Topleistungen bringen kann!
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Ein kraftvoller Angang war die Grundlage für die Siege in Moskau...
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... nach dem Zieleinlauf gab's erst noch verhaltene Freude, da noch nicht alle Konkurrentinnen gelaufen waren...
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Aber als feststand, dass die Weltcupsiege Nr. 25 und 26 unter Dach und Fach waren, war der Jubel groß! |
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Für die einen war es sensationell, für die anderen eine Überraschung, für mich war das dritte Weltcup-Wochenende des Jahres einfach nur superschön und das Ergebnis harter Trainingsarbeit. Zunächst möchte ich mich für die vielen Glückwunsch-Nachrichten per Mail und sms bedanken. Es ist ein tolles Gefühl zu spüren, dass es viele Eisschnelllauf-Fans gibt, die sich mit mir freuen. Die zwei Wettkämpfe in Moskau hätten für mich wirklich nicht besser laufen können. Zwei Weltcupsiege an einem Wochenende, das ist mir zuletzt direkt nach Olympia 2002 gelungen, als ich beim Heimspiel in Inzell die 3.000 und 1.500 m gewinnen konnte.
Vor dem ersten Start in der russischen Hauptstadt hatte ich mir vorgenommen mutig anzugehen und zwei flotte Runden zu laufen. Das ist mir mit zwei 31er Durchgangszeiten auch sehr gut gelungen. Danach lief es (fast) von alleine :-) Nein, nein - es hat schon richtig weh getan, aber jede Durchgangszeit hat mich aufs neue motiviert, weiter durchzuhalten. Denn ich konnte es kaum glauben, dass die Hallensprecherin jedesmal aufs Neue eine 32er-Runde als Zwischenzeit verkündete. Unglaublich, dass ich nur ein ein einziges mal eine 33er Runde (33,0 Sekunden in der vorletzten Runde) eingeschoben habe. Am Ende stand eine Zeit, die ich selbst vorher nicht für möglich gehalten hätte: 6:49,92 - Bahnrekord, die zweitschnellste Zeit, die ich jemals gelaufen bin, die Sechstschnellste aller Zeiten. Und der ganz besonderes Hammer: Mehr als sieben Sekunden Vorsprung vor Weltmeisterin und Weltrekordlerin Martina Sablikova, die vor der Saison von allen Experten (inkl. mir) über 5.000 m eigentlich als unschlagbar eingestuft wurde.
Endlich mal nicht Vierte! Das war mein erster Gedanke. Von den Plätzen knapp neben dem Siegerpodest hatte ich echt die Nase voll. Dass es dann gleich zum obersten Treppchen gereicht hat, war natürlich um so schöner. Und weil ich von diesem Gefühl nicht genug bekommen konnte, bin ich einen Tag später über die 1.500 m gleich noch mal als Schnellste ums Oval geflitzt :-) Der zweite Sieg des Wochenendes, wieder in Bahnrekordzeit (1:55,96) - vor den kanadischen Spezialistinnen über diese Strecke - da konnte selbst ich nur ungläubig den Kopf schütteln. Doch jetzt zahlt sich die knapp eineinhalbjährige, harte Trainingsarbeit mit dem Männerteam der norwegischen Nationalmannschaft immer mehr aus. Deshalb gilt mein Dank auch meinen beiden Trainern. Peter Mueller, der mir die Chance gegeben hat, in Oslo einen Neustart zu wagen. Und meinem langjährigen Erfolgscoach Joachim Franke, der mich zu diesem Schritt ermutigt hat und mir trotz seines "Rentnerstatus" immer noch mit Rat und Tat zu Seite steht. Ich freue mich darauf, beide Trainer während meines Trainingslagers auf Mallorca an meiner Seite zu haben. Denn die Saisonhöhepunkte folgen erst noch. Mein Ziel bleibt es, bei der Einzelstrecken-WM in Vancouver im März eine Medaille zu holen. Und auf dem Weg dahin gibt es mir ein gutes Gefühl, zu wissen, noch nicht zum "alten Eisen" zu zählen. Da lobe ich mir doch lieber den Vergleich mit einem guten Wein: Je älter, desto besser!
Drückt mir auch im kommenden Jahr die Daumen,
Eure Claudia
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